■ Die Gurke des Tages: Roberto Baggio
Gell, Baggio, jetz glaubsch, du wärsch de Käs (schwäbisch für: „Du glaubst wohl, nun seiest du ein ganz großer Held“). Oder wie sonst sollten wir die postachtelfinaligen Worte verstehen: „Ich glaube, ich bin einer der besten Stürmer.“ Pfeifendeckel!! Nur wegen zweier Tore? So eischneeleicht sind wir nicht zu blenden. Wir heißen doch nicht Josef Joffe, der am 29.6.94 in der Süddeutschen Zeitung leitartikelte: „Europa ist doch kein Fußballspiel, wo allein der Sieg zählt.“ Von wegen: der Sieg zählt, der Sieg zählt! Joffe, Baggio! Soll denn auch noch geadelt werden, wenn sich eine Elf (wobei, letztendlich muß es beim Italiener ja langsam heißen: eine Zehn) gerade so über die Runden wurgelt und mogelt? Aber wo! Nimmermehr wird das akzeptiert von uns. Wir wollen, Signore Baggio, spettacolo, das müßten Sie doch verstehen. Zaubern, jonglieren, ja, es soll rappeln in der Kiste! Und dann: „Applaus, Applaus“ (Kermit der Frosch). Zweckfußball hat kein Zweck. Capito, Joffe, Baggio?Herr Thömmes
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