: Riesenhuber und die Altlasten
Bonn (ap) - Bundesforschungsminister Riesenhuber will die mit Millionenaufwand entwickelten Einzelverfahren zur Sanierung giftbelasteter alter Mülldeponien und Fabrikstandorte kombinieren und damit exemplarisch zwei bis drei besonders gefährliche „ökologische Zeitbomben“ entschärfen. Eine entsprechende Ausschreibung zur „modellhaften Sanierung von Altlasten“ stellte Riesenhuber gestern auf einer Pressekonferenz in Bonn vor. Laut Riesenhuber sind bisher rund 100 Forschungsvorhaben mit einem Mitteleinsatz von etwa 84 Millionen Mark gefördert worden zur Entwicklung von neuen Technologien zur Sanierung von Altlasten. Laut Riesenhuber gibt es bundesweit etwa 50.000 Altlasten-Verdachtsflächen von ehemaligen wilden Mülldeponien bis zu stillgelegten Kokereien. Dringend sanierungsbedürftig seien davon nach Expertenschätzungen etwa zehn Prozent, das sind 5.000 Giftkippen. Der Minister betonte, die Ausschreibung bedeute keine Aufhebung des Verursacherprinzips. Die Ergebnisse der Mustersanierungen sollten zu „Handlungsanweisungen für Sanierungspflichtige“ zusammengefaßt werden.
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