: Ressort-Kuddelmuddel
■ Auch der Kita-Bereich soll jetzt noch zweigeteilt werden
Neues im Streit um das Amt für Jugend. Nach taz-Informationen soll nun auch noch die Abteilung für Kindertagesbetreuung zwischen Bildungssenator Rudolf Lange (FDP) und Sozialsenatorin Birgit Schnieber-Jastram (CDU) aufgeteilt werden. Die Fachaufsicht für Kindertagesbetreuung würde demnach Jugendamtsleiterin Vera Birtsch in die Sozialbehörde folgen. Bei der Schulbehörde bliebe die Kita-Verwaltung unter ihrem Abteilungsleiter Jürgen Näther.
„Das wäre totales Kuddelmuddel und macht fachlich gar keinen Sinn“, kritisiert ein Insider. Mit einer solchen Aufteilung könnten jedoch die juristischen Probleme umschifft werden, die der Amtsaufteilung entgegenstehen.
Wie berichtet, schreibt das Kinder- und Jugendhilfegesetz bundesweit vor, dass es für alle Bereiche der Jugendhilfe eine einheitliche Fachaufsicht in einer Behörde gibt. Die von der Rechtskoalition beschlossene Abtrennung der Kinderbetreuung von der übrigen Jugendhilfe könnte vor dem Verwaltungsgericht angefochten werden, hatte der Professor für Jugendhilferecht, Christian Bernzen, vergangene Woche gewarnt.
Sozialbehörden-Sprecherin Ute Winkelmann-Bade hat die Nachricht zum Teil bestätigt. „Die Heimaufsicht für Kinderbetreuung wird in der neuen Behörde für Soziales und Familie angesiedelt sein“, sagt sie zur taz. Ob der Rest der Abteilung Kindertagesbetreuung dennoch bei Lange verbleibt,unterliege „Fragen der Feinplanung, an der noch gearbeitet wird“. kaj
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