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Religion gehört nicht in die Schule

betr.: „Gut gemeint, schlecht gedacht“, taz vom 8. 6. 06

Die Diskussion um den islamischen Religionsunterricht ist fehl am Platz. Die Probleme, auf die Sie hinweisen, wie ein solcher Unterricht zustande kommen soll, und die Kritik, die über schon bestehende islamische Unterrichtsmodelle gebracht wird – Erziehung zu Frauenhass, Antidemokratie usw. – weisen auf ein viel größeres Problem: den Religionsunterricht schlechthin.

Alle Probleme und Kritik beschränken sich nicht auf den islamischen Religionsunterricht. Sie weisen auf die wichtigere Frage: Wie kann der Staat überhaupt so etwas Irrationales wie den Glauben vertreten und noch dazu unterrichten. Die Schlussfolgerung ihrer Argumente hätte besser lauten sollen: Der Religionsunterricht gehört gar nicht in die Schule. MICHAEL BEYKIRCH, Corning, New York