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Regierungen richten über HSH-Bank-ChefAbgang von Nonnenmacher beschlossen

Spitzelaffäre und Milliardenverluste kosten ihn den Posten: Dirk Jens Nonnenmacher, Chef der HSH Nordbank, soll gefeuert werden. Das beschlossen die Regierungen in Kiel und Schleswig-Holstein.

HAMBURG/KIEL dpa/afp | Der umstrittene Chef der HSH Nordbank, Dirk Jens Nonnenmacher, soll entlassen werden. Die Landesregierungen von Hamburg und Schleswig-Holstein forderten den Aufsichtsratsvorsitzenden Hilmar Kopper dazu auf, die Schritte zur Trennung von dem 47-Jährigen einzuleiten, sagte der Kieler Regierungssprecher Knut Peters am Dienstag. Sie reagierten damit auf die immer neuen Affären rund um die Bank und ihren Vorstandsvorsitzenden. Hamburg und Schleswig-Holstein halten gemeinsam 85,5 Prozent an der Bank.

Beide Regierungen betrachten die Trennung von Nonnenmacher als "notwendigen Schritt, um verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen", erklärten sie nach parallelen Kabinettssitzungen in Kiel und in Hamburg. Bereits am Wochenende hatten die kleineren Koalitionspartner der Landesregierungen, die Grünen in Hamburg und die FDP in Kiel, die Entlassung Nonnenmachers gefordert.

Nonnemacher steht wegen einer Spitzelaffäre in der Kritik. Er soll Mitarbeiter und Politiker durch die Sicherheitsfirma Prevent AG bespitzeln lassen haben. Darüber hinaus stand Nonnenmacher auch wegen milliardenschwerer Verluste der HSH Nordbank in den vergangenen Jahren unter Druck.

Das aus den ehemaligen Landesbanken von Hamburg und Schleswig-Holstein hervorgegangene Institut war durch die globale Finanzkrise sowie verlustreiche Spekulationen in Schieflage geraten und musste 2008 von den beiden Ländern mit drei Milliarden Euro Kapital sowie Bürgschaften in Höhe von zehn Milliarden Euro stabilisiert werden.

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