Rechte Demo in Stralsund: Zehn Autos in Brand gesetzt
Am Rande einer Demo brennen Autos. Gegner und Befürworter der Flüchtlingspolitik beschuldigten sich gegenseitig, Feuer gelegt zu haben.
Die Kundgebung „Stralsund wehrt sich – Asylantenwahnsinn stoppen“ mit 400 Teilnehmern sowie eine Gegendemo mit 180 Menschen waren am Freitag zunächst friedlich verlaufen. Dann standen auf einem Parkplatz die Autos in Flammen. Gegner und Befürworter der Flüchtlingspolitik beschuldigten sich gegenseitig, Feuer gelegt zu haben.
„Diese Aktion richtet sich gegen die Grundwerte unseres demokratischen Rechtsstaats, seine Meinung friedlich und ohne Gewalt äußern zu können“, sagt der Innenminister von Mecklenburg-VorpommernLorenz Caffier. „Es gilt jetzt, alle Fakten zu sammeln und durch eine saubere Ermittlungsarbeit die Täter zu überführen.“
In Berlin-Rudow dagegen haben Unbekannte zahlreiche Hauswände, Straßenschilder und Glascontainer mit rechten Parolen beschmiert. Seit dem 22. Oktober hätten Anwohner in mehr als 20 Fällen solche Sachbeschädigungen gemeldet, teilte die Polizei am Samstag mit. Nach Polizeiangaben hatten alle Schriftzüge und verwendeten Aufkleber rechtsextreme Inhalte. Der Staatsschutz ermittelt.
Mit reinem Gewissen wissen
Auf taz.de finden Sie eine unabhängige, progressive Stimme. Frei zugänglich, ermöglicht von unserer Community. Alle Informationen auf unserer Webseite sind kostenlos verfügbar. Wer es sich aber leisten kann, darf – ganz im Zeichen des heutigen "Tags des guten Gewissens" – einen kleinen Beitrag leisten. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass guter, kritischer Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen
meistkommentiert
Koalitionsverhandlungen
Der SPD scheint zu dämmern: Sie ist auf Merz reingefallen
Parkinson durch Pestizide
Bauernverband gegen mehr Hilfe für erkrankte Bauern
Iranische Aktivistin über Asyl
„Das Bamf interessiert wirklich nur, ob du stirbst“
Von Frankreich lernen
Wie man Rechtsextreme stoppt
Strafe wegen Anti-AfD-Symbolik
Schule muss Tadel wegen Anti-AfD-Kritzeleien löschen
Anlegen nach dem Crash
Ruhe bewahren oder umschichten