piwik no script img

Rechte Angriffe in CottbusBündnis ruft zu Demo auf

Mehrere Attacken auf das alternative Wohnprojekt Zelle 79 und einen Jugendklub sorgen für Proteste in Cottbus. Am Freitagabend wird demonstriert.

Immer wieder attackiert: Zelle 79 Foto: Frank Hammerschmidt/picture alliance/dpa

dpa | Nach Angriffen auf ein alternatives Wohnprojekt und einen Jugendklub in Cottbus wollen am Freitagabend um 18 Uhr Menschen gegen rechte Gewalt auf die Straße gehen. Unter dem Motto „Ihr greift uns an – wir stehen zusammen“ ist eine Demonstration durch die Cottbuser Innenstadt geplant. Die Initiative Unteilbar Südbrandenburg erwartet dazu etwa 300 Teilnehmer, wie eine Sprecherin des Bündnisses sagte. Die Polizei begleitet die Demonstration.

Es sei Zeit, ein Zeichen zu setzen gegen rechte Strukturen und für eine Gesellschaft frei von Diskriminierung und Rassismus, teilte Unteilbar Südbrandenburg mit. „People Of Colour, Menschen mit Behinderung, LGBTIQ* und alle, die sie als ihr politisches Feindbild identifizieren, sind immer größeren Bedrohungen ausgesetzt.“ Es gibt Aufrufe, auch von Berlin aus zur Demonstration zu fahren.

Mehrere Angriffe auf das Wohnprojekt Zelle 79

Nach den Angriffen in Cottbus ist der für politisch motivierte Straftaten zuständige Staatsschutz eingeschaltet. Zuletzt wurde das alternative Wohnprojekt Zelle 79 Ende Dezember mit Pyrotechnik beschädigt, in einem anderen Fall wurde ein Briefkasten mit einem Böller gesprengt.

Schon im Mai hatten mehrere Unbekannte das Gelände mit Böllern und Fackeln attackiert. Die Betroffenen sprachen von einem versuchten rechtsextremen Brandanschlag. Der Schutz des Hauses sollte erhöht werden.

Es gibt Aufrufe, auch von Berlin aus zur Demonstration zu fahren

Ende November wurden zudem an den alternativen Jugendklub Chekov in Cottbus rechte Parolen gesprüht. Auch an anderen Orten in Südbrandenburg gab es Angriffe auf Jugendeinrichtungen.

Gemeinsam für freie Presse

Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen

Mehr zum Thema

0 Kommentare