: Rasende Elektronen
■ Wissenschaftler bringen kleine Teilchen auf Touren
Jülich (dpa/taz) —Wissenschaftlern im Forschungszentrum Jülich ist es gelungen, das „Flugtempo“ der Elektronen in Schaltkreisen um das Zehnfache auf rund 400 Kilometer pro Sekunde zu erhöhen. Diese extrem hohe Geschwindigkeit stellte sich durch neuartige Halbleiter- Schichten aus Indiumphosphid/Gallium-Indiumarsenid ein. Höhere Werte seien, wie die Jülicher berichten, nur einmal französischen Experten gelungen, aber nicht wiederholbar gewesen. Demgegenüber könnten die Forscher des Jülicher Instituts für Schicht- und Ionentechnik das „Rezept“ angeben, nach dem die hohe Geschwindigkeit erreicht wird.
Die Schnelligkeit der negativ geladenen Elementarteilchen ist für elektronische Schaltungen bei tieferen Temperaturen, so auch für Hochtemperatur-Supraleiter, von Interesse. Aber auch für normale, bei Zimmertemperatur arbeitende Schaltkreise aus Halbleitermaterial könnten die rasenden Elektronen von Bedeutung sein.
Gemeinsam für freie Presse
Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen