: Ranariddh gibt nach
■ Expremier sagt Unterstützung des Übergangskabinetts in Kambodscha zu
Bangkok (AP) – Der aus Kambodscha vertriebene ehemalige Erste Ministerpräsident Prinz Norodom Ranariddh ist bereit, seinen Aufruf zum bewaffneten Widerstand gegen seinen Widersacher Hun Sen zurückzuziehen und eine Übergangsregierung zu akzeptieren. Dies teilte ein Sprecher seiner Partei mit. Unterdessen beriet in Bangkok eine Delegation des Verbandes Südostasiatischer Staaten (Asean) mit Ranariddh.
Lu Laysreng, ein Vorstandsmitglied aus Ranariddhs Partei Funcinpec, sagte, der Prinz habe einem Vorschlag zur Lösung der Krise zugestimmt, den Asean-Außenminister und sein Vater König Norodom Sihanouk gemacht hätten. Dazu müßten die Kämpfe eingestellt werden. Ein Übergangskabinett aus Vertretern seiner Partei und der Hun Sens solle dann bis zu den Wahlen die Regierungsgeschäfte übernehmen, Sihanouk werde Oberbefehlshaber der Armee. Bereits am Tag zuvor hatten die loyal zu Ranariddh stehenden Truppen eine bittere Niederlage erlitten, als Kämpfer der als Verbündete betrachteten Roten Khmer die Seite wechselten und sie aus einer wichtigen Stadt vertrieben.
Kambodschas Machthaber Hun Sen wandte sich gestern erneut gegen eine Einmischung des Auslands in die inneren Angelegenheiten seines Landes. Auch Asean solle sich heraushalten, sagte Hun Sen einen Tag vor seinem Treffen mit den Außenministern der drei Asean-Staaten Thailand, Indonesien und Philippinen in Phnom Penh. Hun Sen sagte, er werde seinen Gesprächspartnern zwar zuhören, jedoch könne ihm kein Ausländer Vorschriften machen. Kambodscha könne auch ohne einen Asean-Beitritt überleben.
Unterdessen wächst auch aus dem Westen der diplomatische Druck auf Kambodscha. Das Europaparlament legte ein Kooperationsabkommen der EU mit Kambodscha auf Eis, während die USA Presseberichten zufolge einen Sondergesandten für Kambodscha ernannten.
Umverteilung gegen rechts
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