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■ RadiodaysMittwoch

Wer ordentlich sucht, findet immer wieder den Beweis dafür, daß schöne Literatur geradezu lebenswichtige Impulse geben kann. So zum Beispiel in Gottfried Kellers Novellensammlung Die Leute von Seldwyla, in der eine besonders abenteuerliche Variante des Kapitalismus imaginiert wird. Die Bürger eben jener Stadt sind nicht Sklaven der time is money-Knute. Vielmehr gehören „plebejisch-gemütliche Konkurse“ zu ihrer Lebensart. Sie werden zudem für ihren spielerischen Wagemut geachtet. Um diesen vorbildhaften Stadtstaat nicht nur der Fiktion zu überlassen, zitiert Klaus-Michael Hinz ihn per Feature nun vors öffentliche Ohr (S2- Kultur, 21.00 Uhr).

Wenig Poetisches lauert hinter dem Label „Smoky Mountains“, denn gemeint sind die zum Himmel stinkenden Abfallberge Jakartas. Mit eben dieser Zusatzkrise der Entwicklungsländer befaßt sich der Umwelt-Report vom SDR 1 um 22.15 Uhr: Unterm Müll begraben. GeHa

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