: RAF traf Stasi regelmäßig
Koblenz (dpa/taz) — „Zwei- bis dreimal“ im Jahr hat es Treffen zwischen aktiven Mitgliedern der RAF und der Stasi in der Zeit von 1980 bis 1982 gegeben. Dies sagte der Fahrer des damaligen Stasi-Obersten Günther Jäckel, Michael Keller, am Mittwoch in Koblenz vor dem Oberlandesgericht im Viett-Prozeß aus. An mehreren dieser Treffen habe auch die heute angeklagte frühere RAF- Angehörige Inge Viett teilgenommen, so Keller. Er sei es gewesen, der für die erste RAF-Stasi-Zusammenkunft im Herbst 1980 Christian Klar („Georg“) in das Forsthaus „Objekt 74“ bei Briesen nahe Frankfurt an der Oder gefahren habe. Bei einer späteren mehrwöchigen Schießausbildung, die Keller auf das Frühjahr 1981 datierte, habe Christian Klar mit einer Panzerfaust auf einen Mercedes geschossen. Der fehlgeschlagene RAF-Anschlag auf den damaligen NATO-Oberkommandeur Frederik Kroesen im September 1981 sei von Jäckel als „stümperhaft“ kritisiert worden.
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