piwik no script img

Queere SolidaritätMehr Regenbögen für Berlin

In Berlin werden weitere Regenbogenbänke aufgestellt. Damit zeigen sich Theater wie das Berliner Ensemble solidarisch mit der queeren Community.

Auf Initiative des Berliner Ensembles werden in Berlin an verschiedenen Kulturorten Regenbogenbänke in Solidarität mit der queeren Community installiert. Das Ensemble machte am Dienstag den Anfang und forderte weitere Institutionen, Firmen und Privatpersonen auf, ihrem Beispiel zu folgen.

Bunt um die Stadt verteilt, sollen die Bänke ein Zeichen setzen. An Kunst- und Kulturhäusern, unter anderem an der Staatsoper Unter den Linden, dem Deutschen Theater, dem Berliner Ensemble am Bertolt-Brecht-Platz und dem Friedrichstadt-Palast werden in den nächsten Tagen und Wochen die Regenbogenbänke installiert oder gestrichen. Die Bänke werden anschließend inklusive Foto auf einer dafür eingerichteten Webseite festgehalten.

Dieter Ripberger, der geschäftsführende Direktor des Berliner Ensembles, sieht die Aktion als zivilgesellschaftliches Engagement: „Diese Bank ist ein Symbol dafür, dass Menschen in dieser Stadt ohne Angst verschieden sein können, und wer dieses Zeichen angreift, der greift auch diese Botschaft an.“ Darauf könne es laut ihm nur eine Antwort geben: „Für jede zerstörte Bank gibt es mindestens eine neue, die dazukommt“, sagte er im Radio Drei vom RBB.

Übergreifende Solidarität

„Sichtbarmachung und Hörbarmachung von Vielfalt ist etwas, das alle Theater vereint“, erläutert Ripberger. Auch der Staatsoper Unter den Linden ist es wichtig, ein Zeichen der Solidarität mit der queeren Community zu setzen. Die wiederholten Zerstörungen des Gedenkorts für die Opfer des Anschlags im Tiergarten sei empörend. „Unser Haus steht für Toleranz, Offenheit, Vielfalt, Geschlechtergerechtigkeit und Chancengleichheit. Jede Form von Intoleranz oder Angriffen auf unsere offene und diverse Gesellschaft verurteilen wir. Aus diesem Grund sind wir als Berliner Kulturinstitution gerne dabei, ein Zeichen zu setzen“, erklärt Pressesprecherin Carolin Bitzer.

Die erste Regenbogenbank wurde als Zeichen der Erinnerung an den Anschlag auf den Berliner Christopher Street Day im Tiergarten installiert. Am 25. Juli fuhr ein Attentäter mit einem Transporter in eine feiernde Menschenmenge und griff im Anschluss noch weitere Menschen mit einer Machete an. Bei dem islamistischen Terroranschlag starb eine Frau, 31 weitere Menschen wurden teilweise schwer verletzt.

Nach dem Anschlag wurde neben der Installation der Regenbogenbank auch ein Gedenkbaum in der Nähe des Anschlagorts gepflanzt, um an den Anschlag und seine Opfer zu erinnern. Sowohl Bank als auch Baum wurden seit der Aufstellung im August immer wieder beschädigt und zerstört.

Mehr zum Thema
Stilisierter Packshot der wochentaz mit Handy daneben, in dem das wochentaz-Logo und die taz-tazze zu sehen ist. Daneben die Abbildung der Prämie: ein Jockstrap in Weiß und Rot mit taz-Logo

10 Wochen wochentaz + limitierter taz-Jockstrap Nicht für jede*n. Aber für alle.

Fest an der Seite der queeren Community seit 1978: Mit unserem Pride-Abo der wochentaz gibt's jede Woche progressiven taz-Journalismus in den Briefkasten.

  • Seit ihrer Gründung nimmt die taz kein Blatt vor den Mund, wenn es darum geht, für die Belange von queeren Menschen einzustehen
  • Unser Pride-Abo bietet dir diesen taz-Journalismus jede Woche neu in der wochentaz, unserer progressiven Wochenzeitung
  • Du bekommst 10 Ausgaben der gedruckten wochentaz und eine einmalige Prämie als Dankeschön
  • Unser Dankeschön: Der streng limitierte taz Jockstrap – elegant, minimalistisch und ausdrücklich für alle Geschlechter gestaltet

Probeabo & Prämie für nur 25 Euro

Jetzt Angebot sichern

0 Kommentare