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■ Vor MöllnProzeß begann

Lübeck (dpa) – Unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen hat gestern vor dem Landgericht Lübeck ein Prozeß gegen zehn mutmaßliche Neonazis begonnen. Sie sind des versuchten Mordes und der versuchten Brandstiftung angeklagt. Den neun jungen Männern und einer Frau im Alter zwischen 16 und 20 Jahren wird vorgeworfen, im Herbst 1992 in wechselnder Beteiligung aus Ausländerhaß Molotowcocktails in Asylbewerberunterkünfte in Mecklenburg geworfen zu haben. Am Abend des 5. September 1992 sollen sieben der Angeklagten zusammen mit den Möllner Attentätern Michael Peters und Lars Christiansen versucht haben, mit selbstgebastelten Molotowcocktails, abgesägten Rohren, Ketten, Schlagstöcken, Schreckschußwaffen, Leuchtmunition und Knallkörpern die Asylbewerberunterkunft in Priziert zu stürmen. Einige Stunden später sollen vier Angeklagte mit Peters mindestens sechs Brandsätze auf den Haupteingang und die Fenster der Rückseite der Asylbewerberunterkunft in Gudow geworfen haben. In der Nacht zum 13. September 1992 sollen neun der Angeklagten einen Anschlag auf eine Asylbewerberunterkunft in Kollow bei Schwarzenbek verübt haben.

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