piwik no script img

Proteste in HongkongZusammenstöße mit der Polizei

In Hongkong ist es erneut zu Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten gekommen. Rund 40 Personen wurden festgenommen.

HONGKONG ap | Bei Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten in Hongkong hat es in der Nacht zum Montag nach amtlichen Angaben 40 Festnahmen gegeben. Die Polizei ging gegen Demonstranten vor, die den Regierungssitz umringen wollten. Die Kundgebung für demokratische Reformen begann am Sonntagabend, die Unruhen dauerten bis zum frühen Montagmorgen an.

Studentenführer riefen eine große Menge vor dem Regierungsgebäude zur Ausweitung der Proteste auf. Hunderte durchbrachen darauf Polizeilinien auf der anderen Seite des Geländes und blockierten eine Hauptstraße. An Polizeiabsperrungen vor dem Amtssitz von Regierungschef der chinesischen Sonderveraltungszone, Leung Chin Ying, wurden sie gestoppt.

Viele Demonstranten trugen Regenschirme, die zu einem Symbol der Demokratiebewegung seit Ende September geworden sind. Etliche trugen zudem Atemschutzmasken, Helme und Schutzbrillen und riefen: „Ich will echte Demokratie!“

Die Polizei setzte Pfefferspray und Schlagstöcke ein. Sie kündigte an, die Blockade der Hauptstraße nicht zu dulden.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

Mehr zum Thema

0 Kommentare