: Proteste gegen Donau-Umleitung
■ Aktionen auf der Baustelle für heute angekündigt
Bratislava/Budapest (dpa) - Ungeachtet der Proteste von Umweltschützern hält die Slowakei offenbar an der für heute geplanten Donau-Umleitung am slowakischen Wasserkraftwerk Gabcikovo fest. In einem letzten Versuch für eine Verhandlungslösung bestellte Ungarns Regierung am Sonntag abend den tschechoslowakischen Botschafter, Rudolf Chmel, ins Außenministerium ein. Man erwarte von der slowakischen Regierung in Bratislava die Annahme des bisher nicht offiziell bekanntgegebenen EG-Angebots über dreiseitige Verhandlungen, hieß es in Budapest. Bis dahin sollten die Bauarbeiten in Gabcikovo ausgesetzt werden. Umweltschützer aus Ungarn, der CSFR und Österreich haben für heute Protestaktionen an der Baustelle angekündigt. Bereits in den vergangenen Tagen protestierten in Budapest Tausende gegen die Flutung der neuen Schiffahrtsrinne.
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 330 Freiwillige, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen