piwik no script img

Proteste gegen Donau-Umleitung

■ Aktionen auf der Baustelle für heute angekündigt

Bratislava/Budapest (dpa) - Ungeachtet der Proteste von Umweltschützern hält die Slowakei offenbar an der für heute geplanten Donau-Umleitung am slowakischen Wasserkraftwerk Gabcikovo fest. In einem letzten Versuch für eine Verhandlungslösung bestellte Ungarns Regierung am Sonntag abend den tschechoslowakischen Botschafter, Rudolf Chmel, ins Außenministerium ein. Man erwarte von der slowakischen Regierung in Bratislava die Annahme des bisher nicht offiziell bekanntgegebenen EG-Angebots über dreiseitige Verhandlungen, hieß es in Budapest. Bis dahin sollten die Bauarbeiten in Gabcikovo ausgesetzt werden. Umweltschützer aus Ungarn, der CSFR und Österreich haben für heute Protestaktionen an der Baustelle angekündigt. Bereits in den vergangenen Tagen protestierten in Budapest Tausende gegen die Flutung der neuen Schiffahrtsrinne.

Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen