: Protest gegen Folter im Iran
■ Außenminister Welajati zu Besuch in Bonn
Bonn (taz/AFP) — Protest in Bonn: Gegen den Besuch des iranischen Außenministers Welajati wandten sich angesichts der Menschenrechtssituation vorgestern deutsche und ausländische Demonstranten. Welajati wurde gestern von den Spitzen der deutschen Politik empfangen. Er traf zuerst Bundesaußenminister Klaus Kinkel (FDP), anschließend Kanzler Helmut Kohl. Die Bundesregierung will Welajati für die iranische Unterstützung bei der Freilassung der beiden deutschen Geiseln im Libanon danken, gleichzeitig aber auch auf die Lage der Menschenrechte ansprechen. Auf der Tagesordnung stehen ferner die gegenseitigen Wirtschaftsbeziehungen, die seit etwa einem Jahr wieder ausgebaut werden. Deutschland ist wichtigster Wirtschaftspartner des Irans. Im vergangenen Jahr wurden Waren im Wert von 6,7 Milliarden Mark in den Iran exportiert.
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