Protest gegen Arbeitsmarktreform: Ausschreitungen in Frankreich
Flaschenwürfe und Tränengas: Bei Protesten gegen die umstrittene Arbeitsmarktreform in Frankreich ist es zu Krawallen gekommen.
rtr | Bei Demonstrationen gegen Arbeitsmarktreformen ist es am Donnerstag in Frankreich zu Ausschreitungen gekommen. In der Stadt Nantes warfen vermummte Jugendliche am Rande einer Kundgebung mit Flaschen, Bierdosen und Brandsätzen. Die Polizei setzte Tränengas und Wasserwerfer ein. Auch andernorts wurde demonstriert.
Der Chef der Gewerkschaft Force Ouvriere, Jean-Claude Mailly, deutete an, sich künftig mehr auf rechtliche Schritte gegen die Umsetzung des neuen Gesetzes zu konzentrieren. Die Demonstrationen hätten sich nach sechs Monaten erschöpft.
Die Reformen waren im Juli im Parlament verabschiedet worden. Mit ihnen soll es leichter werden, Arbeitskräfte einzustellen und zu entlassen. Die Regierung will so die Arbeitslosigkeit verringern, die bei etwa zehn Prozent liegt.
Das Gesetzespaket ist im Land umstritten. Es löste monatelange Massenproteste und heftigen Widerstand von den Gewerkschaften aus.
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