piwik no script img

Profit mit Kindstod

■ Deutsche mit illegalen Arzneien in Brasilien

Berlin (taz) – Deutsche Pharmakonzerne wie Hoechst oder BASF produzieren und verkaufen in Brasilien Medikamente für Kinder, die in Deutschland verboten sind. Das starke Schmerzmittel „Novalgin“ vertreibt Hoechst dort rezeptfrei für Säuglinge und Kleinkinder. Hierzulande warnen Mediziner vor dem Mittel, das nur im Notfall verabreicht werden dürfe. Neben anderen in Deutschland nicht erhältlichen Medikamenten, speziell für Kinder, verdient die deutsche Pharmaindustrie in Brasilien auch am Wirkstoff „Contergan“. Es ist in „Thalidomid“ gegen Lepra enthalten. Schwangere Frauen nahmen es ein, da sie dachten, es würde abtreiben. Seite 6

Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen