Frau in einer Maschinenhalle

Sabine Stamer hat Freude an ihrer Arbeit. Doch mit dem Kurzarbeitergeld kommt sie nicht hin Foto: Christian Wyrwa

Produktionseinbruch in Coronazeit:Kurze Arbeit, lange Krise

Sabine Stamer prüft derzeit weniger Ventile bei einem Autozulieferer. Ihr Chef fürchtet, dass die Krise dauert. Die fing schon vor Corona an.

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16.7.2020, 13:39  Uhr

Sabine Stamer macht die Ventile „brummfrei“. Wie bitte? „Wenn sie brummen, sind sie unbrauchbar“, sagt die Arbeiterin mit blonden Haaren, goldgelber Weste und lila T-Shirt. Mit einer Art elektrischer Luftpumpe testet sie die silbrig-metallenen Röhrchen. Geben sie dabei den charakteristischen Ton von sich, sortiert Stamer sie aus. Die übrigen werden an die Kunden verschickt.

In der Fabrik hat Stamer eine der raren Stellen, bei denen noch Handarbeit überwiegt. Wenige Tätigkeitsschritte pro Werkstück, hundertfach täglich wiederholt. Das stört sie aber nicht: „Ein super Arbeitsplatz“, sagt sie lachend, „ich habe Abwechslung und ein bisschen Bewegung.“ Sie sitzt nahe an den hohen, offenen Fenstern, die Sommerluft strömt herein. Der Blick geht ins Grüne. „Es macht immer noch Spaß, nach 35 Jahren.“ Ihre optimistische Haltung trübt auch nicht, dass sie, von den Auszubildenden abgesehen, zu den am niedrigsten bezahlten Beschäftigten der Firma Nass Magnet gehört.

Das in Hannover ansässige Unternehmen produziert Ventile, die unter anderem in Pkws, Lastwagen, Busse und Züge eingebaut werden. Wenn die Bustür beim Öffnen zischt, kann es gut sein, dass ein elektrisches Ventil von Nass am Werke ist. Wegen der Krise in der Automobilindustrie steckt die Firma schon seit Dezember 2019 in Kurzarbeit. Die Coronapandemie hat die Situation noch verschärft. Deshalb muss ein Teil der Belegschaft nach den Sommerferien mit zusätzlich verkürzter Arbeitszeit rechnen. Das bedeutet noch einmal weniger Lohn. Besonders schwierig ist das für Beschäftigte wie Sabine Stamer, die sowieso schon wenig verdienen.

Ähnliche Probleme haben derzeit viele Unternehmen. Die Produktion der hiesigen Industrie könnte dieses Jahr im Vergleich zu 2019 um 15 Prozent sinken. Wie schnell die Verluste wettgemacht werden, weiß niemand genau. Wenn es einigermaßen läuft, ist das Niveau von vor der Krise vielleicht in anderthalb Jahren wieder erreicht. Schon jetzt hat etwa ein Viertel der Erwerbstätigen weniger Geld auf dem Konto, ergab gerade eine Umfrage der gewerkschaftlichen Hans-Böckler-Stiftung. „Erwerbstätige mit ohnehin schon niedrigeren Einkommen haben deutlich mehr zu leiden als Menschen mit höheren Einkommen“, schreiben die Forscher*innen. Wie gehen Unternehmen damit um – zum Beispiel die Eigentümer von Nass Magnet?

Der Chef: Klaus Kircheim

Klaus Kirchheim, 1,90 groß, Jeans, weißes Poloshirt mit aufgedruckter Nummer 1, führt durch sein Werk. Das mehrstöckige Gebäude ist hell, aufgeräumt, der Betonboden grau gestrichen. Gelbe Linien an breiten Gängen teilen die Zonen ab, in denen die Maschinen stehen. Der Geruch von Stahl, Öl und Werkstatt hängt in der Luft. Der muskulöse, jünger aussehende 61-Jährige humpelt ein bisschen. Vor mehr als vier Jahrzehnten fuhr er Skirennen, Riesenslalom, Europacup. Bei einem Unfall zerlegte es ihm eine Hüfte.

In einer meterbreiten Maschine ist die Hölle los. Durch ein Kontrollfenster kann man in den Kasten hineinsehen. Mit beängstigender Gewalt bearbeiten computergesteuerte, rotierende Bohrer und Fräsen Teile der späteren Ventile. Gelblichgraue Kühlflüssigkeit spritzt wild in alle Richtungen. Im Prinzip besteht ein Ventil aus einem kleinen, runden, zum Beispiel zwei Zentimeter langen Stahlbolzen, dem sogenannten Anker. Dieser steckt in einem passgenauen Messingröhrchen. Eine umgebende Elektrospule bewegt den Anker, sodass er das Röhrchen verschließt und öffnet. Dadurch wird der Durchfluss von Luft, Gasen oder Flüssigkeiten reguliert. „Von manchen Modellen stellen wir Millionen Stück her“, sagt Geschäftsführer Kirchheim. Zu den Kunden gehören Autohersteller wie Volkswagen oder Zulieferer wie Knorr Bremse, Continental und Wabco.

Wie viele Arbeitslose? Die Arbeitslosenzahl ist infolge der Coronakrise zwar gestiegen, blieb aber moderat. Im Juni waren in Deutschland 2,853 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet, ein Plus von 40.000 gegenüber dem Vormonat. Insgesamt sind durch die Coronakrise nach Berechnungen der Bundesagentur für Arbeit von April bis Juni 638.000 Menschen arbeitslos geworden.

Wie viele Kurzarbeiter? Ganz anders bei der Kurzarbeit: Sie schnellte im April auf den höchsten jemals erreichten Stand in der Bundesrepublik. In diesem Monat waren 6,83 Millionen Menschen in Kurzarbeit – gegenüber 2,49 Millionen im März. Insgesamt haben in der Coronakrise Betriebe für mehr als 12 Millionen Menschen Kurzarbeit angemeldet. Erfahrungsgemäß wird Kurzarbeit aber nicht in allen angezeigten Fällen realisiert.

Wie viel Geld? Das Kurzarbeitergeld beträgt 60 Prozent des ausgefallenen Nettoentgelts. Lebt mindestens ein Kind mit im Haushalt, erhöht es sich auf 67 Prozent. Bis Ende 2020 gilt eine Sonderregelung, nach der sich das Kurzarbeitergeld ab dem vierten Bezugsmonat auf 70 be­ziehungsweise 77 Prozent erhöht. Ab dem 7. Bezugsmonat sind es 80 Prozent beziehungsweise 87 Prozent. Zudem können Firmen das Kurzarbeitergeld für ihre Beschäftigten aufstocken.

Wie lange? Nach der geltenden Regelung wird Kurzarbeit für maximal 1 Jahr gezahlt. Betriebe und Gewerk­schaften drängen aber schon jetzt auf eine Verlängerung, da befürchtet wird, dass die Arbeitslosenquote sonst im nächsten Frühjahr stark steigt. Die Politik will im September darüber entscheiden. (klh)

In Hannover beschäftigt Kirchheim etwa 300 Menschen, in Ungarn sind es weitere 350, hinzu kommen Vertriebsbüros in China und den USA. An diesem Dienstag Anfang Juli ist es ziemlich ruhig in den Fabrikgeschossen, nur wenig Personal ist unterwegs. Kein Problem, die Abstände einzuhalten, eine Maske trägt niemand. Sowieso werden viele Arbeitsschritte von Maschinen erledigt. Doch die Kurzarbeit macht sich bemerkbar. Derzeit arbeiten etwa 180 Beschäftigte nur vier statt der üblichen fünf Tage in der Woche.

Die Nachfrage der Autohersteller sei schon 2019 zurückgegangen, erinnert sich Kirchheim. Dafür macht der Manager und Firmeneigentümer unter anderem die Unsicherheit der privaten Konsumenten verantwortlich. Wegen des Dieselskandals wollten viele solche Fahrzeuge nicht mehr kaufen. Außerdem ließ der Absatz in China nach – ein Tag weniger Arbeit pro Woche bei Nass war die Folge.

Im Frühjahr 2020 schlug dann die Coronakrise zu. Fahrzeugproduzenten schlossen ihre Fabriken. Die Nachfrage brach stark ein. Bei Nass Magnet kommt ein zweiter Effekt hinzu: Wenn es den Automobilfirmen schlecht geht, leidet auch der Maschinenbau, der die Produktionsanlagen fertigt. Dort werden nun ebenfalls weniger neue Ventile gebraucht. Zwar liefert die Firma auch Teile für Beatmungsgeräte und Intensivbetten, doch diese Aufträge aus der Medizinindustrie gleichen die Verluste nicht aus. So rechnet Kirchheim nun damit, dass bald 50 Beschäftigte einen weiteren Tag in der Woche frei haben.

Die Beschäftigten: ohne Tariflohn

Die Doppelkrise – Auto plus Corona – verschärft einen Konflikt im Unternehmen, der schon lange schwelt: 1998 ist Nass aus dem Tarifvertrag zwischen dem Arbeitgeberverband Gesamtmetall und der Industriegewerkschaft Metall ausgestiegen. Die Gewerkschaft und der Betriebsrat wollen, dass die Firma zurückkehrt. Vor zwei Jahren gab es deshalb sogar einen Streik. Gelöst ist das Problem bis heute nicht.

Für Beschäftigte vor allem in den unteren Lohngruppen bedeutet der tariflose Zustand, dass sie deutlich weniger Geld bekommen als Kolle­g*in­nen in anderen Unternehmen, die den Tarif anwenden. Klaus Kirchheim sagt, dass er mindestens 2.200 Euro brutto monatlich für Vollzeitarbeit zahle.

Mann in Jeans und weißem Shirt in einer Maschinenhalle

Geschäftsführer Klaus Kirchheim will keine Arbeitsplätze abbauen Foto: Christian Wyrwa

Dagegen sieht der Tarifvertrag nach Angaben der IG Metall als Minimum etwa 2.600 Euro vor – bei kürzerer Arbeitszeit. Um teilweise „15 bis 20 Prozent unter dem Tarifvertrag“ liege also die Bezahlung, rechnet der Betriebsrat vor. Wobei das nicht für alle Arbeitnehmer*innen gilt: Im unteren Bereich zahlt Kirchheim weniger, im oberen Segment aber auch mal übertariflich. Ingenieur*innen und Entwickler*innen profitieren davon. Außer über das höhere Gehalt freuen sich manche über einen Dienstwagen.

Versammlungsraum im fünften Stock, dunkelgrauer Teppichboden, an den Wänden deckenhohe, rötlich verfremdete Fotos der Nass-Niederlassungen in aller Welt. Klaus Kirchheim stützt die Ellbogen auf den Tisch und zieht den Kopf zwischen die Schultern. „Der Tarif sorgt nicht für mehr Gerechtigkeit.“ Ihn stört, dass manche Berufe und Tätigkeiten unterschiedlich bewertet werden, je nachdem, welche Gewerkschaft den Vertrag ausgehandelt hat. Da möchte er als Unternehmer doch lieber selbst entscheiden und sich keine Vorgaben machen lassen.

Außerdem sagt er: „Die Tarifbindung würde bei uns zur Insolvenz führen.“ Eine starke Behauptung. Kirchheim beginnt zu erklären: 2018 habe die Firma einen Umsatz von rund 48 Millionen Euro und einen Gewinn von etwa 550.000 Euro erwirtschaftet. Würde er nun die Lohnkosten so erhöhen, wie die Gewerkschaft es verlangt, kostete ihn das „2 Millionen Euro jährlich zusätzlich“ – weit mehr als den Gewinn. Im Übrigen seien seine wichtigsten Konkurrenten auch nicht tarifgebunden. „Und die taz zahlt ja auch unter Tarif“, merkt er noch an. Gewerkschaft und Betriebsrat halten das Insolvenz-Argument dagegen nicht für stichhaltig. Ihnen lägen Zahlen vor, nach denen sich der Betrieb durchaus höhere Löhne leisten könnte.

Konkret geht es bei dieser Diskussion auch um Mitarbeiter*innen wie Sabine Stamer. „Wir haben hier noch Jobs für Angelernte, die recht einfache Tätigkeiten ausüben“, argumentiert Kirchheim. Soll heißen: Wenn diese Arbeit teurer wird, muss man sie wegrationalisieren. Bei Tariflohn gäbe es Stamers Arbeitsplatz möglicherweise nicht mehr. Die Alternative lautet dann: Maschine oder Job-Auslagerung nach Ungarn.

Arbeiter an seinem Arbeitsplatz

Viktor Wolf an seinem Arbeitsplatz. Seit Beginn der Kurzarbeit werden die Hallen leerer Foto: Christian Wyrwa

So geht es schon lange hin und her bei Nass Magnet. Nun aber herrscht Kurzarbeit, und es droht noch mehr davon. Auch Stamer, die angelernte Ventiltesterin, ist betroffen – wird sie doch in der untersten Lohngruppe eingestuft. Was das alles bedeutet, weiß sie auch deshalb so genau, weil sie selbst Betriebsrätin bei Nass ist.

Ablösung im Versammlungsraum: Statt Geschäftsführer Kirchheim nehmen jetzt Stamer und ihre Kolleg*innen auf den schwarz bespannten Schwingstühlen Platz. Wegen der Coronapandemie verteilen sie sich in weiten Abständen um den langen Tisch. Stamer erläutert ihre finanzielle Situation: Durch 20 Prozent Kurzarbeit – einen Tag weniger pro Woche – sank ihr Nettolohn, Kurzarbeitsgeld der Bundesagentur für Arbeit inklusive, von 1.450 Euro auf 1.380 Euro monatlich. Das sei eben noch verkraftbar, meint sie – zumal sie in einer Eigentumswohnung lebt, eine weitere vermietet und deshalb über Zusatzeinnahmen verfügt. Geht aber ein weiterer Tag verloren – 40 Prozent Kurzarbeit, erhielte sie nur noch 1.280 Euro. Immerhin 170 Euro weniger. „Das wird schwierig.“ Woran sie dann spare? „Der Urlaub müsste ausfallen.“

Weitere Arbeitnehmer*innen sind in einer ähnlichen Situation. Für den Betriebsrat ist daher klar, dass es künftig nicht so laufen kann, wie bisher. Für den ersten freien Tag erhalten die Beschäftigten augenblicklich nur das staatliche Kurzarbeitsgeld – kinderlose Beschäftigte anfangs 60 Prozent des entgangenen Lohnanteils, solche mit Kindern 67 Prozent. Kirchheim gleicht die Lohnkürzung auch nicht teilweise aus – im Gegensatz zu zahlreichen anderen Unternehmen. So billig soll der Eigentümer beim zweiten Kurzarbeitstag pro Woche nicht davonkommen. Der Betriebsrat fordert eine Aufstockung. Ohne diese werde man eine neue Betriebsvereinbarung nicht unterschreiben.

Vor der Tür bedient Klaus Kirchheim währenddessen die Kaffeemaschine. Zwischen dem Versammlungsraum und seinem Büro gegenüber stehen ein Tresen in Silbergrau und Violett, der Firmenfarbe, und drei Barhocker. Dahinter hängt an der Wand ein großformatiges Bild von Ventilen in Reih und Glied. Der Chef macht Pause. Espresso braucht er, ebenso Zigaretten. Kirchheim ist gerne Unternehmer. Bevor er um die Jahrtausendwende als Geschäftsführer in die Firma einstieg, die der Familie schon seit Jahrzehnten gehörte, arbeitete er als Manager bei Mannesmann. Anfangs war es hart, weil Nass in einer Krise steckte. „Damals habe ich mich verflucht, heute bin ich froh“, sagt er. Hier könne er sehen, was er bewirkt.

Arbeiter an einer Maschine

Auch Klaus Löblich arbeitet bei Nass Magnet in Hannover Foto: Christian Wyrwa

Auch die Familienverbundenheit spielte eine Rolle. Die Erzählungen über seinen Urgroßvater, den Firmengründer, faszinierten ihn. Der habe Kunden auch dann noch weiterbeliefert, als die eigentlich schon pleite waren. Seine Oma habe ihm diesen Satz mitgegeben: „Du musst in den Spiegel gucken können, sonst schneidest du dich beim Rasieren.“ Klaus Kirchheim sagt: „Anständigkeit – das geht auch heute noch.“ Aber kein Tariflohn, keine Aufstockung für Kurzarbeit – wie passt das zu diesem Credo?

Die Debatte: Aufstockung

An der Espressomaschine findet sich nun der Betriebsrat ein, Sabine Stamer kommt und auch Robert Bast, der Vorsitzende der Arbeitnehmervertretung. Kirchheim freut sich über die wachsende Zuhörerschaft, beginnt die Runde zu unterhalten. Bast, hellblaues T-Shirt, Dreitagebart, geflochtenes Lederarmband, sagt erst einmal gar nichts. Er sieht aus, als rolle er innerlich die Augen. Doch plötzlich nickt er zustimmend. Kirchheim hat das entscheidende Wort in den Mund genommen: „Aufstockung“.

In Gesprächen zwischen Geschäftsführung und Betriebsrat war zuvor die Idee von einem sozial gestaffelten Festbetrag entstanden, den die Kurzarbeiter*innen vielleicht erhalten könnten. Damit kann Kirchheim sich anscheinend anfreunden. „Niemand soll unter 2.000 Euro brutto verdienen“, begründet er das. So viele Beschäftigte betreffe das ja nicht, fügt er hinzu – ein Kompromiss zwischen Kosten und Anständigkeit. Sabine Stamer bekäme dann eventuell vom Betrieb einen Betrag zum Kurzarbeitsgeld dazu. Das würde immerhin einen Teil ihres Verlusts ausgleichen.

Doch woher kommt die neue Bewegung? Möglicherweise hat hier Corona gewirkt. Im März drängte der Betriebsrat auf wöchentliche gemeinsame Krisenbesprechungen. Zunächst verliefen die Treffen holprig. Dann jedoch einigte man sich auf einen Pandemieplan, um Ansteckungen im Betrieb zu vermeiden. „Da war der Propfen raus aus der Flasche“, sagt Bast, „Corona führte zu einem konstruktiveren Umgang.“

Ob das gute Vorzeichen für die Rückkehr von Nass Magnet in den Tarifvertrag sind, steht in den Sternen. Ebenso, was überhaupt in diesem und im nächsten Jahr passiert. Kündigungen, Arbeitslosigkeit? Etwa 30 befristete Stellen sind schon ausgelaufen, Leiharbeiter braucht man zurzeit auch nicht mehr. Betriebsbedingte Kündigungen fester Mitarbeiter*innen will Kirchheim aber möglichst vermeiden. Er hofft, dass die Kurzarbeit reicht, um durch die Krise zu kommen. Wobei niemand weiß, wie sich die Wirtschaft insgesamt weiterentwickelt.

Kirchheim ist skeptisch: „Der Hammer kommt noch.“ Er glaubt nicht an das V-förmige Szenario der schnellen Erholung. Eher rechnet er mit „vielen Firmeninsolvenzen“. Was sein eigenes Unternehmen angeht, gibt er sich jedoch entspannt, weil Nass ein vernünftiges Verhältnis zu seinen Finanzierungspartnern habe. Und dann fährt er mit dem Aufzug runter, um vor dem Eingang eine zu rauchen.

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