: Preiswerter Atomausstieg
■ Atomfirma findet keinen Schadenersatzpflichtigen
Hannover (taz ) – Bei einem Ausstieg Deutschlands aus der Wiederaufarbeitung kann das französische Staatsunternehmen Cogema kaum noch mit Schadenersatz rechnen. Wie Le Monde am Wochenende berichtete, sehen die WAA-Verträge bei höherer Gewalt keine Zahlungen der deutschen AKW-Betreiber vor. Auch die Bundesregierung, die der Betreiber der Wiederaufarbeitungsanlage in La Hague mit bis zu neun Milliarden Mark regreßpflichtig machen will, glaubt nicht, daß sie zahlen muß. Sie werde die Atomgesetznovelle nicht selbst auf den Weg bringen, sondern diesen Schritt der Bonner Regierungsfraktion überlassen, hieß es. Bürgerinitiativen machen derweil bereits gegen neue Castor-Transporte in die Zwischenlager Gorleben und Ahaus mobil. ü.o.
Bericht Seite 8
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen