■ Präsidentenwahl: FDP gegen Herzog
Bonn (dpa/epd) – Nach den umstrittenen ausländerpolitischen Äußerungen des Unions-Präsidentenkandidaten Roman Herzog dringen die bayerischen Liberalen darauf, daß die FDP in der Bundesversammlung auch beim dritten Wahlgang an ihrer eigenen Kandidatin Hildegard Hamm- Brücher festhält. Landeschef Max Stadler sagte gestern, Herzog habe mit seinem Votum gegen eine doppelte Staatsbürgerschaft für Ausländer ein zentrales politisches Anliegen der Liberalen klar abgelehnt. Bei der Ausländerbeauftragten Cornelia Schmalz-Jacobsen (FDP) haben Herzogs Äußerungen ebenfalls „Unverständnis“ ausgelöst. Auch wer die deutsche Staatsangehörigkeit nicht annehmen wolle, könne bei unbefristeter Aufenthaltserlaubnis oder -berechtigung nicht mehr zurückgeschickt werden, sagte Schmalz-Jacobsen.
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 130 Freiwillige, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen