■ Plutonium-Deal: Ohne Russen
Berlin (taz) – Außenminister Klaus Kinkel informierte das Bundeskabinett am Mittwoch abend offiziell über die Pläne der Bundes- FDP, Plutonium aus russischen Atomsprengköpfen in der Hanauer Siemens-Fabrik zu MOX- Brennstäben verarbeiten zu lassen. Das Thema sei jedoch „nicht vertieft“ worden, sagte nach der Sitzung ein Regierungssprecher. Klaus Kinkel werde mit Rußland und den westlichen Partnern weitere Gespräche darüber führen. Doch in Moskau scheint das Interesse an dem Abrüstungsgeschäft nachzulassen. Die Zeitschrift Die Woche zitiert den russischen Atomminister Viktor Michailow mit den Worten: „Es wird auch künftig keine Gespräche darüber geben, weil wir das Waffenplutonium auf keinen Fall nach Deutschland liefern.“
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