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Pilotprojekt im Handel: Langzeitarbeitslose integriert

Ein Gemeinschaftsprojekt des Arbeitsamtes Hamburg und des Verbandes der Mittel- und Großbetriebe des Einzelhandels zur Eingliederung von Langzeitarbeitslosen hat erste Erfolge gezeigt. Wie der Direktor des Arbeitsamtes, Klaus Clausnitzer, gestern erklärte, sei es in kurzer Zeit gelungen, Menschen eine Alternative zur Arbeitslosigkeit zu geben.

Im März dieses Jahres begannen 30 Arbeitslose unterschiedlichster Berufe eine sechsmonatige Fortbildung in vier großen Hamburger Einzelhandelsbetrieben. Vorkenntnisse im Bereich Verkauf waren nicht erforderlich. Sieben Personen brachen das Training ab, alle übrigen haben eine feste Anstellung sicher oder in Aussicht. Heinrich Grüter, Geschäftsführer des Verbandes der Mittel- und Großbetriebe des Einzelhandels, äußerte sich positiv über das Pilotprojekt: „Dieses Gemeinschaftsprojekt sehen wir als gelungenen Weg an, unseren Mangel an Fachkräften zumindest teilweise zu beheben.“ Im April soll ein weiterer Fortbildungslehrgang beginnen.

Laut Clausnitzer ist der Rückgang der Arbeitslosen in der Hansestadt in den letzten vier Jahren „beeindruckend“. Während 1988 noch 103000 Personen ohne Arbeit waren, sind es jetzt „nur“ 56000. Ein Viertel der Hamburger Arbeitslosen ist länger als ein Jahr ohne Arbeit und fällt deshalb unter die Rubrik der Langzeitarbeitslosen. Für sie soll das Gemeinschaftsprojekt ein kleiner Schritt zur Wiedereingliederung ins Berufsleben sein. Für die Teilnahme am neuen Lehrgang werden noch Interessenten gesucht. Wer mitmachen oder sich einfach nur informieren möchte, der sollte sich an sein zuständiges Arbeitsamt wenden. dpa

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