: Papst made in China
Die gelbe Gefahr war Rom noch nie so nah
Pizza und Matetee, und dabei in Schlappen gemütlich Telenovelas gucken! So stellte sich Vorgängerpapst Franziskus – der ohne römische Zahl – seinen Feierabend vor. Auch von Benedikt XVI. wusste man, dass er kein Kostverächter war, er bevorzugte eine eher deftige, bayerische Küche, zu seinen Lieblingsgerichten zählten unter anderem gefüllte Taube und Gulasch; ob die Taube weiß sein musste, wissen wir indes nicht. Leo XIV., der aktuelle Pontifex, ist da ganz anders gestrickt, wie wir sinnhungernden Schafe jetzt von der Kitchen’s Nation Agency, der katholischen Nachrichtenagentur KNA erfahren mussten: „Hühnchen süß-sauer, Frühlingsrollen und kleine Teigtaschen: So lautete die übliche Bestellung von Kardinal Robert Francis Prevost, heute Papst Leo XIV., bei seinem Lieblings-Chinesen nahe dem Vatikan“, verlautbarte es am Montag aus demselben. Hühnchen süß-sauer? Lauert da nicht die gelbe Gefahr? Schließen wir mit Markus (13,35) den Trash speisenden Papst in unser Gebet mit ein: „So wacht nun; denn ihr wisst nicht, wann der Herr des Hauses kommt, ob am Abend oder zu Mitternacht oder um den Hahnenschrei oder am Morgen“. Amen.
Gemeinsam für freie Presse
Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen