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Padanien

Die „Unabhängige Republik Padania“ soll vom Brenner und Como bis nach Florenz reichen. Eigene Währung (die im Gegensatz zur Lira mit dem Euro verbunden werden soll), eigene Polizei, eigenes Schulwesen (ohne Lehrkräfte aus dem Süden), eigene Gerichtsbarkeit, ja sogar eigene Sprache (Lumbard, nicht Italienisch) – allenfalls noch eine lose Föderation werde man mit dem „Rest-Italien“ eingehen, geht es nach der Lega Nord. Süditalien könne als eine Art Drittweltland Billigunternehmen anlocken. Die anderen Parteien Italiens sind gegen die Teilung. Auch die römische Kirche will keine Spaltung. Rezepte gegen die drohende Abspaltung hat aber bislang niemand – versprochen ist zwar der Föderalismus, doch wie der im zentralistischen Italien eingeführt werden soll, weiß keiner.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen