piwik no script img

Ostländer: Steuern nicht verschwendet

■ Ostländer reagieren scharf auf Kritik von Christian Wulff (CDU)

Berlin/Hannover. Scharf haben die Regierungen von Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen- Anhalt den Vorwurf der Steuerverschwendung zurückgewiesen. „Damit wird wieder einmal der Ost-West-Konflikt geschürt“, reagierte Sachsen- Anhalts Innenminister Manfred Püchel (SPD) auf Vorwürfe des stellvertretenden CDU-Bundesvorsitzenden Christian Wulff. Brandenburgs Regierungssprecher Erhard Thomas nannte dessen Äußerungen in der „Braunschweiger Zeitung“ vom Samstag „unerträglich und in der Sache falsch“, Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Harald Ringstorff (SPD) „unbegründet und oberflächlich“.

Wulff, Niedersachsens CDU-Chef, hatte den drei SPD-geführten Ländern schludrigen Umgang mit Mitteln für den Aufbau Ost vorgeworfen. Als Beispiele nannte er die geplante „pompöse Landesvertretung“ Sachsen-Anhalts in Berlin, nicht abgerufene EU-Fördergelder in Brandenburg sowie ausbleibende Infrastrukturentscheidungen. Wulff mahnte auch stärkeren Personalabbau im öffentlichen Dienst in den östlichen Bundesländern an.

Nach Auffassung des sachsen-anhaltischen Regierungssprechers Franz Stänner ist Wulffs Kritik „eher parteipolitische Stimmungsmache als ernsthaft untersetzte Kritik“. dpa

50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen