piwik no script img

Opel muß Stellen abbauen

■ General Motors will Kosten in Europa senken

Berlin (taz) – Bis zu 30 Prozent der Stellen will der US-amerikanische Autokonzern General Motors (GM) in seinen europäischen Tochterunternehmen streichen. „Die Kosten müssen runter“, sagte GM-Chef Jack Smith auf der Autoshow in Detroit. Rund 80.000 Menschen arbeiten für GM in Europa, 47.000 davon bei der Adam Opel AG. Da die deutsche GM-Tochter seit Jahren Marktanteile verliert, wären die Opel-Beschäftigten am stärksten von den Plänen betroffen.

Die US-Pläne stießen bei den Opel- Betriebsräten gestern auf Unverständnis. Schon jetzt produziere die deutsche Tochter die Modelle Astra und Vectra um 700 Mark billiger als die Unternehmen in Großbritannien oder den USA. Außerdem sind bereits in den letzen Jahren 9.000 Stellen abgebaut worden. Das ist den GM-Chefs offensichtlich nicht genug. „Wir haben sehr aggressive Personalpläne für jede Einheit ausgerechnet, die gut umzusetzen sind“, kündigte Louis Hughes, im GM-Vorstand zuständig für das internationale Geschäft, an. ufo Bericht Seite 8

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen