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Ohne Bargeld in den Bus

■ BVG führt Chipkarte in Bussen ein / Pilotprojekt auf fünf Linien

Schöneberg. „Berlin schafft das Kleingeld ab“, mit diesen Worten eröffnete der Sprecher der Verkehrsverwaltung, Tomas Spahn, das Magnetkarten-Zeitalter bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG). Ab heute können Fahrgäste auf fünf Buslinien (112, 118, 148, 211 und N48) ohne Kleingeld ihren Fahrschein lösen. Natürlich nur, wenn sie sich an dem bis Jahresende laufenden Pilotprojekt die ,elektronische Geldbörse‘ beteiligen und eine Chipkarte im BVG- Kundenzentrum erwerben.

Diese Plastikkarte, in der Anwendung ähnlich wie eine Telefonkarte, wird beim Busfahrer in ein Lesegerät eingeführt und der entsprechende Fahrkartenbetrag automatisch abgebucht. An bisher sieben Fahrkartenausgaben kann die Karte, wenn sie verbraucht ist, wieder aufgeladen werden, maximal mit einem Betrag von 999,99 Mark.

Momentan sind lediglich 50 Busse mit einem derartigen Lesegerät ausgerüstet. „Wir haben die Buslinien mit der höchsten Quote an Barzahlern genommen“, begründet der Projektleiter Horst Ruschinski die Auswahl. Wenn sich das Projekt bewährt, soll es auf weitere Verkehrsmittel sowie Taxiunternehmen ausgedehnt werden. Verkehrssenator Herwig Haase (CDU) schwebt eine sogenannte „Berlin-Card“ vor, mit der weitere städtische Dienstleistungen und Kultureinrichtungen bezahlt werden könnten. Doch das dürfte Zukunftsmusik sein. Allein die bisherigen Entwicklungskosten belaufen sich auf 5,7 Millionen Mark. Über die Kosten für eine Umrüstung aller Fahrscheinautomaten wollte niemand der Verantwortlichen eine Prognose wagen. hek

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