piwik no script img

Örtlich betäubt

■ Dr. med. Georg Ringsgwandl im Modernes

A bißl trulla im Hirn bist scho nach so einem Ringsgwandl- Abend, aber auch um einiges g'schaida: Da wären einmal die „supercoolen Tips“ des Anästhesisten aus Garmisch in Sachen Frauen, zum andern (noch viel nützlicher) seine Ratschläge zum Thema Gartenparty bzw. Grillfest. Eventuell auftretende „Gesprächsdurchhänger“ pflegt Ringsgwandl ganz unaufdringlich mit seiner Heimorgel zu überspielen. Die Funktionsweise dieses Eduscho-Keyboards, das er sitzenderweise auf den Knien balanciert, erläutert er mit besonderer Vorliebe: „A Wunderwerk der Technik, des Ding! Da hocken drei kleine Japaner drin, links und rechts hat's Sehschlitze, da können's dann rausfotografieren. Da, der eine groovt scho los...“

Die bewährte Dreimannband spielt, verglichen mit dem tuntig-skurrilen Äußeren ihres Chefs, eher konventionell, aber durchaus witzig: „Wer auf Heavy Metal steht und Tandler, braucht den Heavy Metal-Landler“. Auch einige Stücke der neuen Platte „Vogelwild“ wurden am Donnerstag dem eher lahmen Publikum zu Gehör gebracht. Ringsgwandls Stärke aber bleibt sein spontanes Zwischendurchgschmarr, das ohne jede Pointe auskommt und einfach zum Brüllen ist. Jochen Voit

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen