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Ökologen unter die Trucker gefallen

■ Robin Wood brach Grenzblockade ab

Berlin (taz) – Nach massiven Handgreiflichkeiten von Lastwagenfahrern haben Umweltschützer eine Blockade des deutsch-tschechischen Grenzübergangs Schirnding/Cheb am Samstag nachmittag abgebrochen. Zuvor hatte die tschechische Regierung den Ökologen von Robin Wood und Deti Zeme (Kinder der Erde) versprochen, daß der Übergang für den LKW-Verkehr bis heute früh um 8 Uhr geschlossen bleibe.

Die rund 50 Öko-AktivistInnen hatten am Samstag morgen eine überlebensgroße Dampflok aus Holz quer zur Fahrtrichtung gestellt und so den Straßenverkehr gestoppt. Früher seien 75 Prozent des Güterverkehrs an dieser Grenze per Bahn abgewickelt worden, heute quälten sich unendliche Schlangen von Lastern durch böhmische und oberpfälzische Dörfer zu den Grenzübergängen. Die Ökologen forderten deshalb eine spürbare Schwerlastabgabe und einen Spritpreis von fünf Mark.

Am Samstag nachmittag waren Lastwagenfahrer mit Äxten und Fäusten auf die Holzlokomotive losgegangen und dann handgreiflich auch gegen die Umweltschützer vorgegangen. Nach Abbruch der Blockade sei der LKW-Verkehr aber bis zum Samstag abend weitergerollt, so die bayerische Grenzpolizei. Am Sonntag bestand für Laster ohnehin Fahrverbot. ten

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