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Ode an olle Harriet

Am 23. Mai ist doch glatt Weltschildkrötentag!

Am Donnerstag erschütterte ein so gellender wie tierisch gepanzerter Schrei die Hallen unseres kleinen wahren Spaßressorts: „Endlich mal wieder eine hoch informative Schildkrötenmeldung!“, tönte es aus der Südwestecke der Wahrheit. Flankiert von der lyrischen Anmoderation „Eine Ahnung von der Ewigkeit“, tickerten uns nämlich die christlichen Kollegas von der KNA alles zum kommenden samstäglichen „Welttag der Schildkröten“. Und warnten gleich: „Die Urzeitwesen sind bedroht!“ O ja, das sind sie – „durch illegale Jagd oder Haltungsfehler sowie „im Meer von Plastikmüll, den sie versehentlich fressen. Am 23. Mai erinnert seit dem Jahr 2000 deshalb ein Aktionstag an ihren Schutz.“ Wir sagen danke der Erinnerung und wollen es an dieser Stelle nicht versäumen, an eine ganz besonders langlebige und urzeitliche Panzervertreterin zu erinnern, die von zirka 1830 bis genau zum 23. Juni 2006 auf unserem Planeten weilte: Harriet! Bei ihr wurde erst 1960 ermittelt, dass sie eigentlich ein Krötchenweibchen war. Zuvor hieß Harriet Harry, wog zu ihren Hochzeiten satte 180 Kilogramm und gehörte, geboren auf den ecuadorianischen Galápagos-Inseln, der Unterart Chelonoidis nigra porteri an. RIP mal wieder, olle Harriet!

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