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Oberbürgermeister-Wahl in HannoverSPD verliert nach über 70 Jahren

Erstmals seit 1946 stellt die SPD nicht mehr den Oberbürgermeister von Hannover. Der CDU- und der Grünen-Bewerber gehen in die Stichwahl.

dpa | Die SPD stellt erstmals seit mehr als 70 Jahren nicht mehr den Oberbürgermeister von Hannover. Im ersten Wahlgang am Sonntag setzten sich der Grünen-Kandidat Belit Onay und der CDU-Bewerber Eckhard Scholz fast gleichauf für die Stichwahl in zwei Wochen durch. Dies stand am Abend nach Auszählung eines Großteils der Wahlbezirke fest. Der Sozialdemokrat Marc Hansmann kam auf Rang drei.

Auslöser der vorzeitigen Wahl in Hannover war die Rathausaffäre. Wegen seiner Verstrickung in die Affäre um unzulässige Gehaltszuschläge für Spitzenbeamte war der bisherige Oberbürgermeisters Stefan Schostok (SPD) Ende April zurückgetreten.

Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft Anklage wegen schwerer Untreue gegen Schostok, seinen damaligen Bürochef und den suspendierten Kultur- und früheren Personaldezernenten erhoben. Es geht um unrechtmäßige Zulagen für den Bürochef sowie den früheren Feuerwehrchef. Schostok soll laut Anklage davon erfahren haben, ohne diese zu stoppen. Ob und wann es zu einem Prozess kommt, hat das Landgericht noch nicht entschieden.

Thematisiert wurde die Affäre im Wahlkampf kaum – Wohnen, Bildung, den sozialen Zusammenhalt sowie Klima und Verkehr hatten die Kandidaten ins Zentrum gerückt. Kontrovers wurde vor allem die Verkehrspolitik und eine mögliche Einschränkung des Autoverkehrs diskutiert. Rund 402.000 Einwohner waren wahlberechtigt, darunter auch 16- und 17-Jährige.

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