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■ MöllemannNoch 'n Verwandter

Hamburg (AFP) – Das Bundeswirtschaftsministerium hat nach Informationen des Stern Mitte 1991 beim Verkauf eines ehemaligen DDR-Betriebs zugunsten des Bruders des zurückgetretenen Wirtschaftsministers Jürgen Möllemann (FDP), Wilhelm Möllemann, interveniert. Der Stern bezieht sich in seinem jüngsten Bericht auf die Verhandlungen über den Verkauf eines Teils des ehemaligen DDR-Betriebs „WTI – Wärmetechnik und Industrieautomatisierung GmbH“ in Jena. Wilhelm Möllemann habe am 6. Februar 1991 für das 3.300 Quadratmeter große Grundstück – bebaut mit einem viergeschossigen Verwaltungsgebäude, einem Speisesaal, Garagen und Nebengebäuden – 1,2 Millionen Mark angeboten. Der Bruder des Wirtschaftsministers sei für die Sicherheitstechnik-Firma „Selectronic“ (Hünstetten) aufgetreten. Als im Mai 1991 bei der Treuhand in Gera eine Vorentscheidung für einen Mitbewerber gefallen sei, habe sich nach Angaben von Zeugen das Bundeswirtschaftsministerium eingeschaltet. Ein Treuhand-Mitarbeiter habe von einem „unglaublichen Druck“ gesprochen. Den Liquidator der WTI, Günter Hunold, zitierte der Stern mit dem Satz: „Das war der Punkt, wo dann auch der Brief aus Bonn kam.“ Die Intervention des Bundeswirtschaftsministeriums sei jedoch vergeblich gewesen.

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