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Noch kein Kompromiss

Weiter Streit zwischen Bund und Ländern über Verteilung der Kosten für die Entfernungspauschale

BERLIN ddp ■ Die geplante Entfernungspauschale für Arbeitnehmer soll auf Druck der SPD-Länder offenbar eingeschränkt werden. Nach Angaben des Nachrichtenmagazins Focus entwickeln die SPD-Länderfinanzminister derzeit ein neues Konzept. Danach sollen Autofahrer auf zwei Jahre befristet 80 Pfennig pro Entfernungskilometer von der Steuer absetzen können. Für Bahn-, Bus- und Radfahrer soll es nur 70 Pfennig geben. Den Angaben zufolge sollen zudem höchstens 8.000 Mark im Jahr abgesetzt werden können.

Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) erwartet indes eine zügige Einigung zwischen Bund und Ländern. „Ich gehe davon aus, dass es zum 1. Januar eine verbesserte Entfernungspauschale geben wird“, sagte Beck. Auch die Grünen wollen einen raschen Kompromiss finden. Grünen-Fraktionschefin Kerstin Müller betonte: „Für die Grünen ist ganz zentral, dass wir den Systemwechsel zur Entfernungspauschale erhalten.“ Auch Bundeskanzler Schröder erwartet eine schnelle Einigung. Er rechne „mit einem guten Kompromiss“, sagte Schröder gestern im ZDF.

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