: Nobelpreis als Verpflichtung
■ Ehrung für John Hume und David Trimble für ihre Verdienste um den Friedensprozeß in Nordirland
Die diesjährigen Friedensnobelpreisträger heißen John Hume und David Trimble. Das Osloer Komitee begründete seine Entscheidung für die nordirischen Politiker mit der Rolle, die sie bei der Versöhnung von Katholiken und Protestanten im Nordirlandkonflikt gespielt hätten. Großbritanniens Premier Tony Blair erklärte, der Mut und die Führungsqualitäten des Unionistenchefs Trimble und des katholischen Sozialdemokraten Hume seien „unerläßlich“ gewesen, um den „Weg zum Frieden zu pflastern“. Enttäuscht waren einige Katholiken, daß Sinn- Féin-Chef Gerry Adams leer ausging. Auch er hätte „natürlich zu den Preisträgern gehören müssen“, so der irische Schriftsteller Hugo Hamilton im taz-Interview. Adams selbst bezeichnete die Auszeichnung als „große Verpflichtung“ für die Umsetzung des Friedensabkommens vom 10. April dieses Jahres. Tagesthema Seite 3
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