■ Kurz und fündig: Neues Herz
Lübeck (dpa) – Einem Lübecker Herzchirurgen der Medizinischen Universität ist es nach Zeitungsangaben gelungen, aus dem körpereigenen Rückenmuskel einer Ziege ein zweites Herz zu formen und es kontinuierlich zum Schlagen zu bringen. Wie die Lübecker Nachrichten berichteten, sei das Experiment weltweit zum ersten Mal gelungen. Der Rückenmuskel sei dank mikroelektronischer Steuerung und spezieller Medikamente so trainiert und umgebildet worden, daß er die Eigenschaften des Herzmuskels entwickelte. Dem Oberarzt an der Lübecker Uni-Herzchirurgie, Norbert Guldner, gelang es nach Angaben des Blatts, bei einem Ziegenbock den breiten Rückenmuskel (latissimus dorsi) so umzubauen, daß er neben dem alten Herzen als Blutpumpe kontinuierlich arbeitet und dabei sogar kräftiger wird. Damit seien die Voraussetzungen geschaffen worden, die neue Technik auch am Menschen anzuwenden. In etwa zwei bis drei Jahren, wenn die Genehmigungsverfahren abgeschlossen seien, solle die neue Methode bei herzkranken Patienten eingesetzt werden.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen