piwik no script img

Neue Wache: PDS kritisiert Jelzin-Besuch

Der PDS-Bundesvorstand hat die im Besuchsprogramm Jelzins vorgesehene Kranzniederlegung an der Neuen Wache kritisiert. „Offensichtlich will die Bundesregierung das russische Staatsoberhaupt dazu mißbrauchen, diesem unsäglich gewordenen Ort, an dem die Opfer des Faschismus verhöhnt werden, internationale Anerkennung zu verschaffen“, hieß es gestern. Jelzin nimmt zusammen mit Kohl am Festakt zur Verabschiedung der russischen Truppen aus Deutschland am 31. August teil. Das Mahnmal Unter den Linden war im November 1993 eingeweiht worden. Nach Ansicht von Kritikern werden mit der gemeinsamen Ehrung aller Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft Täter des Faschismus zu Opfern gemacht. US-Präsident Clinton hatte einen Besuch der Neuen Wache abgelehnt.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen