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Neue Streiks im Einzelhandel

Hamburg (dpa) - Der Tarifkonflikt im bundesdeutschen Einzelhandel geht nach heftigem Wirbel um einzelne regionale Abschlüsse jetzt bereits in den dritten Monat. Die Gewerkschaften kündigten am Sonntag weitere Streikaktionen für eine Festschreibung der Ladenschlußzeiten auf 18.30 Uhr an.

Der Vorsitzende der Deutschen Angestellten-Gewerkschaft (DAG), Roland Issen, sagte am Sonntag, die „Blockade -Politik“ der Arbeitgeber in einzelnen Tarifbezirken sei nicht länger hinnehmbar, „nachdem es bereits in mehreren Tarifgebieten richtungsweisende Abschlüsse gibt“. Nach seinen Angaben wird am Dienstag in Hamburg, am Mittwoch in Nordrhein-Westfalen und am Freitag in Schleswig-Holstein weiterverhandelt. Diese Gespräche würden von Streiks begleitet.

Auch am verkaufsoffenen Samstag (1.Juli) wurden die Streikaktionen im Einzelhandel fortgesetzt. In NRW beteiligten sich daran nach Gewerkschaftsangaben 1.000 Angestellte. Im Raum Bielefeld/Gütersloh seien 20 Filialen der Unternehmergrupe Aldi am Samstag ganztägig bestreikt worden.

Die Verhandlungen für die 220.000 Einzelhandelsbeschäftigten in Bayern waren am späten Freitag abend ergebnislos abgebrochen worden. In Rheinland-Pfalz, wo nachverhandelt worden war, wurde der Abschluß bestätigt. Der Ladenschluß wurde dort wie in Baden-Württemberg auf 18.30 Uhr festgeschrieben. Nur in Ausnahmefällen und in Absprache mit dem Betriebsrat dürften Läden „zur Vermeidung spätöffnungsbedingter Wettbewerbsnachteile“ länger offen haben.

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