piwik no script img

Neue Gaspreise verbraucherabhängig

■ Grundpreis fällt - Kubikmeterpreis steigt

Die Stadtwerke ändern ihre Gaspreise. Wie Vorstandssprecher Günther Czichon gestern mitteilte, wird der Tarif vom 1.4.1990 an „verbrauchsabhängiger“ berechnet. Während der Grundpreis fällt, steigt der Anteil des Arbeitspreises, den tatsächlich verbrauchten Kubikmetern Gas, von derzeit 28 auf 37 Pfennig je Kubikmeter.

Nach Angaben der Stadtwerke gleichen sich Reduzierung und Verteuerung im Betriebssäckel gegenseitig aus. Beim Verbraucher sieht das anders aus: 52 Prozent aller Haushalte werden sparen, 48 müssen draufzahlen. Sparen werden Durchschnittsabneh

mer mit einem Gasverbrauch bis 2.000 Kubikmeter. Draufzahlen müssen Vielverbraucher. Wer seine Gasheizung auf Sparflamme stellt oder seine Wohnung gut isoliert hat, soll für seinen geringeren Verbrauch entsprechend belohnt werden.

Etwa 85.000 Haushalte werden von den neuen Preisen der Stadtwerke betroffen sein. Wegen der Kündigungsfristen der einzelnen Verträge wird das neue System erst am 1.3.1992 alle BremerInnen ereilt haben. Zweites gravierendes Novum in der Tarifgestaltung: Für Mehrfamilienhäuser muß nur noch ein Grundpreis bezahlt werden. ma

Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen