: Nepper, Schlepper, Kundenfänger
Frankfurt (AP/taz) – Wenn Versandfirmen potentielle Kunden anschreiben und mit dem Hauptgewinn eines Preisausschreibens locken, ist Mißtrauen angebracht. Gewinnspiele und Preisausschreiben dienten in erster Linie zu Werbezwecken. Die Praxis zeige, daß Gewinne meist nur auf hartnäckige Nachfragen herausgegeben würden, teilten die Verbraucherzentralen in Frankfurt mit. Häufig lege ein Reklamebrief dem Empfänger nahe, die Teilnahme an der Lotterie mit einer Bestellung zu verbinden. Die angebotenen Produkte seien aber meist überflüssig und überteuert. Wer sich am Gewinnspiel beteilige, müsse damit rechnen, daß seine Anschrift von Adressenhändlern weitergegeben werde. Dadurch erhalte man später noch mehr Werbemüll. Die Verbraucherzentralen raten Empfängern vermeintlich gewinnträchtiger Reklamepost, die Teilnahmebedingungen und die Liste der Gewinne genau zu lesen und dann zu entscheiden, ob das Mitmachen überhaupt lohnt. Auf keinen Fall solle man eine Bestellung aufgeben, um die Gewinnchance zu erhöhen. Generell unzulässig seien Preisausschreiben, an denen nur teilnehmen könne, wer etwas bestelle.
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