■ Nationalpark: Bedrohter Hainich
Das Naturparadies Hainich ist bedroht. In der krisengeschüttelten nordthüringischen Region weckt jede Ressource Begehrlichkeiten: Buchenholz ist in der Möbelindustrie en vogue, und die Waldbesitzer, private und staatliche, wollen endlich wieder schwarze Zahlen schreiben.
Ebenfalls begehrt ist der Hainich-Muschelkalk. Straßenbau- Konzerne aus dem Westen haben flächendeckend Anträge auf Abbaugenehmigung gestellt, um hier schnell Schotter zu machen: Thüringen, das grüne Herz Deutschlands, plant schließlich voluminöse Autobahnbauten.
Naturschützer halten mit dem Plan eines Laubwald-Nationalparks dagegen. Ob Rettung naht, ist noch offen: Anfang September werden die Weichen gestellt. Dann steht das Thema Nationalpark Hainich im thüringischen Kabinett auf der Tagesordnung. Ulrich Grober
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen