: Nachschlag
■ Glückwunsch! Das kleine Berliner Jazz-Alphabet zum Jahresende. Nicht ganz von A bis Z, aber umso mehr findet sich dazwischen
Abwicklung. Hanns Eisler „endlich“ unter amerikanischer Leitung. Bart. Pharaoh Sanders. Big Business: Jazz-Anteil 1% Clubs. Wo waren sie denn? Debuts. James Carter auf dem JazzAcrossTheBorder-Balkon: Vom Winde verweht. Dave Tronzo im Jazzkeller Treptow: Tourschaden.
Events. Das Comeback der Charismatiker im Quasimodo: Charles Loyd und Pharaoh Sanders. Don Cherry: Aura. Eddie Harris mit John Scofield im Franz: Rebirth Of Fusion. Aki Takase im A-Trane: Deutsch-japanische Freundschaft. Flop. Herbie Hancock im Metropol mit Sound-Müll zum Recycling-Aufpreis. Die dazugehörige CD „Dis Is A Drum“, von der auch in der taz schon die Rede war, gibt es bislang nur als Japan-Import, weil Herbie noch mixt. Motto: Test the North! Fremde. Das Berliner Jazzjahr 94 im Blick der Münsteraner Jazzthetik: „So ist das in der Hauptstadt. Der Krise der Festivals begegnet man, indem einfach mehr Veranstaltungen angeboten werden, als es 1993 insgesamt zahlende Besucher gab.“ Glatze. Steve Coleman.
Hangouts. Das Bebop in der Willibald-Alexis, Peter Edel in Weißensee (mittwochs immer) ... Importe. Charles Gayle, Dave Douglas, Phil Minton, Rudi Mahall, Axel Dörner, Paul Lovens ... Jammer! In der Wabe. „Stöhnen ist der Gruß des Berliner Jazzmusikers.“ (HdK-Professor aus Bremen) Jammer too. Das Jazzjahr im tip: JazzFest-Trends, die keine waren, und die Entdeckung des Berliner Jazz-Szene-Syndroms: faul, träge, subventioniert. Keller. 25 Jahre Jazzkeller Treptow und das Zentralquartett: süffig.
Lektion. Tony-Hurdle-Spalte in der zitty. Fazit: Wenn alles gedruckt wird, lohnt das Lesen nicht mehr. Momente. Bill Dixon, Jay McShann und Don Byron beim JazzFest. Politik. Amiri Baraka? Preise: Eintritt frei! Schlippenbach erhält den Albert-Mangelsdorff-Preis. Mangelsdorff wird Gruntz-Nachfolger. Presse. Tagesspiegel: spießig. Morgenpost: cool. Silber. Vom 25. Jahr der Berliner FreeMusicProduction (world's one and only!) bleiben: die Platten zur Feier. „The Dawn Of Dachsman“, Hans Reichel solo mit Gitarre und Daxophon; „The Morlocks And Other Pieces“ mit Schlippenbachs Berlin Contemporary Jazz Orchestra und „Die Like A Dog“ mit dem FreeJazzQuartett des Jahres: Brötzmann/Kondo/Parker/Drake. Subventionen. Korporative Selbsterhaltung und Novitätensucht. Trauer. Carmen McRae ist tot.
95? Swinging The Blues And Taking Nothing. Motto: Keep The Nerve! Christian Broecking
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