Nach dem Anschlag in Istanbul: Flughafen nimmt Betrieb wieder auf

Nach dem Anschlag mit 36 Toten herrscht am Flughafen von Istanbul wieder Betrieb. In Berlin soll am Abend das Brandenburger Tor in türkischen Farben erstrahlen.

Flugzeuge fahren über Rollbahnen

Flüge gehen weiter: Flugzeuge am Istanbuler Flughafen Foto: dpa

ISTANBUL ap/dpa | Wenige Stunden nach dem verheerenden Terroranschlag mit 36 Toten hat der Internationale Flughafen in Istanbul den Betrieb wieder aufgenommen. Der Airport sei seit 02.20 Uhr wieder für Flüge geöffnet, sagte Ministerpräsident Binali Yildirim am Mittwochmorgen. Die in Istanbul wichtigste Fluglinie Turkish Airlines riet ihren Kunden aber, auf Informationen zu etwaigen Verzögerungen zu achten.

Auch vom Flughafen Berlin-Tegel wieder eine Maschine nach Istanbul gestartet, so Flughafensprecher Lars Wagner. Zunächst hatte er erklärt, dass es am Mittwoch keine Flüge von Tegel in die türkische Metropole geben werde. Ob die weiteren vier regulären Flüge abgesagt würden, sei eine Entscheidung der Fluggesellschaft Turkish Airlines, hieß es am Morgen.

Flüge aus Teheran sind allerdings weiterhin gestrichen. Unter den Todesopfern des Terrorangriffs auf den Istanbuler Atatürk-Flughafen ist neben Türken mindestens ein Iraner. Fünf weitere Iraner seien verletzt worden, einer von ihnen schwebe in Lebensgefahr, sagte der iranische Vizeaußenminister Hassan Ghaschghawi der Nachrichtenagentur Isna am Mittwoch. Aus Regierungskreisen hieß es, unter den Toten seien außerdem fünf Saudis, zwei Iraker, ein Tunesier, ein Usbeke, ein Chinese, ein Ukrainer und ein Jordanier.

Am Dienstagabend hatten drei Selbstmordattentäter das internationale Terminal des Atatürk-Flughafens angegriffen und mindestens 36 Menschen mit in den Tod gerissen. Mindestens 147 weitere Personen wurden verletzt. Es ist der jüngste einer Serie von tödlichen Anschlägen auf die Türkei in den vergangenen Monaten. Die türkische Regierung sieht deutliche Hinweise, dass die Terrormiliz Islamischer Staat hinter der jüngsten Attacke steckt.

Die Berliner Regierung trauert nach dem Anschlag mit seiner Partnerstadt. Das Brandenburger Tor erstrahlt am Mittwochabend in den türkischen Nationalfarben, wie eine Senatssprecherin mitteilte. Am Donnerstag sollen auch die Flaggen an öffentlichen Gebäuden auf halbmast wehen, erklärteInnensenator Frank Henkel (CDU). Der Anschlag von Dienstagabend am Flughafen Atatürk zeige erneut, „wie verwundbar gerade unsere Metropolen sind“, so Henkel. Istanbul und Berlin sind seit 1989 Partnerstädte.

Der Anschlag setzte dem Aktienkurs von Turkish Airlines zu. Der Kurs fiel um bis zu 3,5 Prozent. TAV Airports, die den Flughafen betreiben, rutschten sogar um mehr als sechs Prozent ab. Der Billig-Flieger Pegasus, der den Flughafen Sabiha Gökcen auf der asiatischen Seite Istanbuls anfliegt, büßte 2,2 Prozent ein.

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