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Nach Protestaktion gegen CDU-ChefTassen für Merz auf dem Weg nach Gambia?

Die CDU hat auch künftig nicht alle neuen Tassen im Schrank. Die könnten jetzt einem guten Zweck zukommen.

David Honold

Aus Berlin

David Honold

Hunderte Tassen wurden in den letzten Wochen in der Aktion „MeineTasseFuerMerz“ und #AlleTassenImSchrank der CDU zugeschickt. Die landeten zunächst weitgehend unbeachtet in Containern hinter der CDU-Zentrale in Berlin und werden wohl auch künftig nicht in den CDU-Büroküchen eingeräumt. Nun könnten viele dieser Tassen im afrikanischen Gambia eine neue Heimat finden.

Im Februar hatte Friedrich Merz in einer Wahlkampfrede angekündigt, er werde wieder Politik für die Mehrheit der Bevölkerung machen, die „alle Tassen im Schrank“ habe – und nicht „für irgendwelche grünen und linken Spinner auf dieser Welt“. Daraufhin haben viele Personen, darunter auch die Omas gegen rechts, Tassen an Friedrich Merz geschickt.

Peter Brunner von der NGO Heart4Gambia hatte auf Social Media das Bild gesehen, das viele Hunderte dieser Tassen-Pakete hinter dem Konrad-Adenauer-Haus zeigt, berichtet er der taz. Kurzerhand habe er bei der CDU-Zentrale nachgefragt, ob seine NGO nicht ein paar Tassen abhaben könnte. Bis zu 1.000 Tassen seien ihm mittlerweile zugesagt worden.

Eine entsprechende Anfrage der taz ließ die CDU am Montag unbeantwortet.

Tassen statt Plastikbeutel

Brunner hat bereits einen Plan, wofür seine NGO die verwenden will. Die Tassen könnten zum einen in gambischen Schulen zum Einsatz kommen. Zum anderen plane er in Bushaltestellen den Einbau von Kühltruhen, die mit Autobatterien und Solarmodulen betrieben werden. Wenn Personen dort verweilen, könnten sie das kalte Wasser auch aus Tassen trinken, die Aufschrift sei dabei egal. In Gambia werde aktuell viel kaltes Wasser in Plastikbeuteln verkauft, so Brunner.

Ein Problem gebe es allerdings noch: Die Tassen müssen von Berlin nach Frankfurt kommen, wo die Container für Gambia befüllt werden. Nach einer Transportmöglichkeit suche ­Brunner deshalb noch.

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7 Kommentare

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  • Anstelle der sehr kreativen Menschenkette suche ich Menschen, die zwischen Berlin und Frankfurt pendeln oder sowie etwas transportieren und gerne eine „Beifracht“ mitnehmen.



    Der Transport nach Gambia ist schon als Beifracht gesichert. Ein Container mit gebrauchten aber immer noch funktionierende PV-Module, inkl. Zubehör und allerlei Maschinen, Küchen- & Garten-Utensilien ist für Mai geplant.



    Wir entwickeln und „erfinden“ neue nachhaltige Wertschöpfungsketten … aus vermeintlichen Abfall werden Ressourcen … wer neu kauft, scheint zuviel Geld zu haben …



    Am Straßenrand werden gern kleine mit kalten Wasser gefüllte Plastikbeutel verkauft. Beim Trinken geht meistens viel daneben.



    An unseren Bushaltestellen mit PV-Dach werden gekühlte Früchte & Gemüse, frisch gepresste Fruchtsäfte & kaltes Wasser angeboten.



    An mit uns kooperierenden Schulen helfen die Tassen die üblichen Plastikflaschen & -becher zu ersetzen. Das spart Geld und schont die Umwelt gleichermaßen.

  • Ich hätt' da eine Idee:



    1. "Menschenkette gegen rechts und Merz" vom Konrad-Adenauer-Haus bis Frankfurt Flughafen organisieren. Benötigt werden ca. eine halbe Mio. TeilnehmerInnen.



    2. Dann: die Tassen durchreichen direkt bis zum Flieger nach Gambia.



    3. fertig.

    • @Vigoleis:

      Bitte keinesfalls per Flugzeug transportieren. Von Frankfurt nach Gambia schippern die Tassen als bei Fracht in einem Container mit vielen anderen Hilfsgütern. Ich suche allerdings noch jemanden, der sowieso von Berlin nach Frankfurt fährt.



      Ich werde viele schöne Bilder der Tassen in Aktion schicken und über die dadurch reduzierten Kosten und Abfallberge berichten.



      Großen Dank an die Initiatoren der Aktion, den edlen Spendern der Tassen.

  • Ich bin so unsicher, ob das aus Versehen nicht als Die Wahrheit markiert wurde. Ist es Satire?

    • @Never Again:

      Keineswegs … in der CDU Zentrale sollten die Tassen entsorgt werden … nun gibt es schon einige Initiativen, die daraus etwas sinnvolles machen.

    • @Never Again:

      Ich befürchte, es ist keine Satire. Es wäre schon gut gewesen, wenn Tobias Schulze das Vorhaben, die Tassen nach Gambia zu schicken, kritisch hinterfragt hätte.

      • @Anna Stelthove-Fend:

        white savior to the rescue!