Nach Festnahme am Dienstag: Drogenboss Coke an USA ausgeliefert

Der seit Wochen in Jamaika gesuchte Drogenboss "Dudus" Coke ist gefasst und wurde am Donnerstag an die USA ausgeliefert. Seine Verhaftung hatte in Kingston ein Chaos angerichtet.

Keine Chance zu entkommen: Coke wurde am Donnerstagabend in Westchester County von Beamten der Anti-Drogenbehörde DEA in Empfang genommen. Bild: ap

KINGSTON afp | Zwei Tage nach seiner Festnahme wurde der 40-Jährige Drogenboss Christopher "Dudus" Coke am Donnerstag an die USA ausgeliefert. Die USA hatten bereits im vergangenen August formell Anklage gegen Coke erhoben, dem sie Verschwörung zum Drogen- und Waffenhandel vorwerfen. Coke droht eine lebenslange Haftstrafe.

Coke soll bereits am Freitag einem Richter vor einem Bundesgericht in Manhattan vorgeführt werden, wie das US-Justizministerium mitteilte. Das Ministerium sieht in Coke einen der "weltweit gefährlichsten" Drogenbarone. Er soll seit 1990 einen international agierenden Drogenring namens "The Shower Posse" anführen, der laut US-Ermittlern Marihuana und Crack vor allem in den Großraum New York liefert.

Die Ende Mai eingeleitete Fahndung stürzte die Hauptstadt Kingston vorübergehend ins Chaos. Bei Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und Anhängern Cokes kamen 73 Zivilisten ums Leben.

Am Dienstag hatten Polizisten den Gesuchten trotz abrasierten Barts und Perücke auf der Karibikinsel erkannt und festgenommen. Coke unterzeichnete vor seiner Auslieferung eine Erklärung, in der sein Recht auf einen Prozess zu seiner Überstellung abtrat, wie das jamaikanische Ministerium für Öffentliche Sicherheit mitteilte.

Einmal zahlen
.

Fehler auf taz.de entdeckt?

Wir freuen uns über eine Mail an fehlerhinweis@taz.de!

Inhaltliches Feedback?

Gerne als Leser*innenkommentar unter dem Text auf taz.de oder über das Kontaktformular.

Bitte registrieren Sie sich und halten Sie sich an unsere Netiquette.

Haben Sie Probleme beim Kommentieren oder Registrieren?

Dann mailen Sie uns bitte an kommune@taz.de