piwik no script img

NRW investiert in Tihange

Atomkraft Trotz scharfer Kritik am Schrottreaktor steckt Pensionsfonds Geld in die Betreiberfirma

taz | Dass die belgischen Atomreaktoren Tihange und Doel trotz ungeklärter Risse im Reaktordruckbehälter weiterhin am Netz sind, wurde von der nordrhein-westfälischen Landesregierung regelmäßig kritisiert. Gleichzeitig unterstützt NRW den Betrieb der Reaktoren – allerdings indirekt: Wie am Dienstag durch Recherchen des WDR bekannt wurde, ist der Pensionsfonds des Landes am Energiekonzern Engie beteiligt, der die belgischen Reaktoren betreibt. Auch in den ebenfalls umstrittenen französischen AKW-Betreiber EDF, dem unter anderem die Reaktoren Cattenom und Fessenheim gehören, hat der Fonds investiert; insgesamt handelt es sich um 23 Millionen Euro.

Der Linken-Bundestagsabgeordnete Hubertus Zdebel nannte das Investment „skandalös“ und forderte, das Geld umgehend abzuziehen. mkr

Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen