■ NORWEGEN: Rushdie-Besuch: Regierung kneift
Oslo (taz) — Salman Rushdie, der sich seit Mittwoch in Norwegen aufhält, ist am Donnerstag mit verschiedenen Parlamentsabgeordneten zusammengetroffen. Die norwegische Regierung glänzte mit Ausnahme von Kultusministerin Ase Kleveland durch Abwesenheit. Dies wurde von der Presse und diversen Parlamentsparteien heftig kritisiert: Sowohl Ministerpräsidentin Brundtland, als auch Außenminister Stoltenberg hätten sich am Donnerstag in Oslo aufgehalten.
Zumindest eine(r) von den beiden hätte Rushdie treffen sollen, um Norwegens Haltung zu dem iranischen Mordaufruf zu unterstreichen. Bei einem überraschenden Besuch im norwegischen Pen Club hatte Rushdie zuvor erklärt, sein Leben sei noch immer bedroht und wirkliche Freiheit werde er wahrscheinlich nie wieder erleben.
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