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Muslimbrüder in Ägypten verhaftet

KAIRO dpa ■ Die ägyptische Polizei hat gestern 32 mutmaßliche Mitglieder der Muslimbruderschaft verhaftet. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen in Kairo sind unter den Verhafteten, die aus verschiedenen Provinzen stammen, auch einige Führungskader der Islamistenorganisation. Ihnen wird die Mitgliedschaft in einer verbotenen Vereinigung vorgeworfen sowie die Verbreitung von Schriften gegen das ägyptische Regierungssystem. In den vergangenen Wochen hatte die ägyptische Polizei bereits dutzende von Muslimbrüdern verhaftet, von denen sich demnächst 40 vor einem Militärgericht verantworten müssen. Ihnen wird unter anderem die „Nutzung terroristischer Methoden zur Durchsetzung ihrer Ziele“ vorgeworfen. Unter den Angeklagten ist die „Nummer drei“ der Bruderschaft, Chairat al-Schatir. Die Muslimbruderschaft ist in Ägypten offiziell verboten. Dennoch bilden Abgeordnete, die der Bruderschaft zugerechnet werden, die größte Oppositionsfraktion im Parlament.