piwik no script img

Mullahs verbieten erneut Zeitung

TEHERAN dpa ■ In Iran ist wieder ein Verleger einer reformorientierten Zeitung verurteilt worden. Wegen „Verletzung des Presserechtes“ wurde der Herausgeber des Blattes Arya, Mohammed-Reza Zohdi, zu einer Freiheitsstrafe von vier Monaten verurteilt. Dem als moderat bekannten Journalisten wurde vorgeworfen, „Lügen zur Aufhetzung der öffentlichen Meinung“ verbreitet zu haben.

Seine Tageseitung wurde gleich mit weggesperrt: Das Pressegericht in Teheran verbot das Erscheinen der Arya für den gleichen Zeitraum. Wie die Teheraner Zeitung Iran am Montag weiter berichtete, ist die Arya schon die 21. Zeitung oder Zeitschrift, die von der konservativen iranischen Justiz in letzter Zeit geschlossen wurde.

Die im Iran nach den Wahlen im Februar erstarkten Reformkräfte wollen das restriktive Presserecht in der islamischen Republik ändern. Seit der Wahl des verhältnismäßig liberalen Mohammad Chatami zum Präsidenten haben die Konservativen im Iran in Polizei und Justiz ihren Kampf gegen ihnen moderate Presseorgane im Iran verschärft, zahlreiche Publizisten sitzen bereits in Haft.

Nur noch 390 – dann sind wir 50.000

Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 390 Freiwillige, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen