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Moulin Rouge muss büßen

PARIS ap ■ Das Pariser Varieté Moulin Rouge ist wegen Diskriminierung verurteilt worden. Das Vergnügungslokal muss 10.000 Euro Geldstrafe zahlen, weil es einem Senegalesen die Einstellung als Kellner verweigerte. Ein Gericht sprach Abdoulaye Marega zudem 4.500 Euro Schadenersatz zu. Frankreich „ist nicht nur das Land, wo Beine beim Can-Can in die Luft geworfen werden, sondern auch das Land der Menschenrechte“, freute sich der Anwalt von SOS Rassismus. Marega war bei der Arbeitssuche vor drei Jahren von der Stadtverwaltung ins Moulin Rouge geschickt worden. Die Gesellschaft, die formal eigenständig das Restaurant betreibt, wies ihn zunächst mit der Begründung ab, er spreche weder Englisch noch Spanisch. Eine Mitarbeiterin erklärte auf Nachfrage jedoch, man beschäftige keine Farbigen im Saal. Bei einem Test von SOS Rassismus wiederholte sie die Begründung. Dafür muss sie nun mit 3.000 Euro büßen.

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